Jupiters Kern gegen den Kern der Erde

Es wird angenommen, dass der Jupiterkern etwa 10 bis 20 mal so groß ist wie die Erde.

Nach ihrer Entstehung vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entwickelten die Planeten unseres Sonnensystems eine Schichtstruktur, in der die dichtesten Materialien auf den Boden und die leichteren auf die OberflĂ€che aufstiegen. Obwohl die Erde und der Jupiter sehr unterschiedliche Planeten sind, besitzen beide heiße, schwere Kerne unter enormem Druck. Astronomen glauben, dass Jupiters Kern hauptsĂ€chlich aus felsigem Material besteht, wĂ€hrend die Erde aus Nickel und Eisen besteht.

GrĂ¶ĂŸe und Masse

Der Kern der Erde hat eine Ă€ußere Schicht von 2.200 km und eine innere Zone von 1.250 km (775 Meilen). Mit einer durchschnittlichen Dichte von etwa 12.000 kg pro Kubikmeter wiegt der Kern 657 Milliarden Billionen Kilogramm (724 Millionen Billionen Tonnen). Die GrĂ¶ĂŸe des Jupiterkerns ist weniger genau bekannt; Es wird angenommen, dass es etwa 10 bis 20 mal so groß ist wie die Erde oder etwa 32.000 km (20.000 Meilen) im Durchmesser. Die Dichte des Kerns wird auf 25.000 kg pro Kubikmeter geschĂ€tzt, was dem Jupiter-Kern eine Masse von 137 Billionen Billionen Kilogramm (151 Billionen Billionen Tonnen) geben wĂŒrde.

Zusammensetzung

Der Kern der Erde besteht hauptsĂ€chlich aus Nickel und Eisen; der Ă€ußere Bereich ist flĂŒssig und der innere Teil ist fest. Der flĂŒssige Ă€ußere Teil fließt mit der Erdrotation um den inneren Kern und erzeugt ein Magnetfeld, das die OberflĂ€che des Planeten vor bestimmten Arten von Sonnenstrahlung abschirmt. Obwohl der verstorbene Autor Arthur C. Clarke spekulierte, dass der Kern des Jupiter ein riesiger, durch starken Druck geformter Diamant sein könnte, glauben die meisten Astronomen, dass er aus schwerem, felsigem Material besteht, das bei der Entstehung von Jupiter vorhanden war. Unmittelbar um Jupiters relativ kleinen inneren Kern herum befindet sich eine 40.000 Kilometer dicke Wasserstoffschicht, die in einen metallischen Zustand gepresst ist, der ElektrizitĂ€t leitet. Wasserstoff wirkt nur unter dem enormen Druck, der im Zentrum des Planeten herrscht, als Metall.

Druck

Der Druck im Kern eines Planeten wird durch das Gewicht des gesamten Materials verursacht, das sich unter der Schwerkraft niederdrĂŒckt. Bei Jupiter wird der Druck auf 100 Millionen AtmosphĂ€ren oder 735.000 Tonnen pro Quadratzoll geschĂ€tzt. Im Vergleich dazu trĂ€gt der Erdkern einen Druck von 3 Millionen AtmosphĂ€ren oder 22.000 Tonnen pro Quadratzoll. Um dies zu relativieren, ist der Druck am Grund des Marianengrabens, dem tiefsten Teil des Pazifischen Ozeans, "nur" 8 Tonnen pro Quadratzoll. Bei diesen extrem hohen DrĂŒcken nimmt die Materie seltsame Eigenschaften an; Diamant kann zum Beispiel eine flĂŒssige metallische Substanz werden, die sich in riesigen "Ozeanen" innerhalb der grĂ¶ĂŸeren Planeten sammelt.

Temperatur

Im Kern der Erde erreichen die Temperaturen 5.000 Grad Celsius (9.000 Grad Fahrenheit). Wissenschaftler glauben, dass die WĂ€rme des Kerns aus zwei Quellen stammt: Antiken MeteoriteneinschlĂ€gen und radioaktivem Zerfall. WĂ€hrend der Entstehung der Erde hatte das Sonnensystem mehr TrĂŒmmer als jetzt. Meteore trafen den Planeten mit einer sehr hohen Rate; Viele dieser Auswirkungen entsprachen Millionen von Wasserstoffbomben und ließen die Erde ĂŒber Millionen von Jahren in einem geschmolzenen Zustand. Obwohl die OberflĂ€che inzwischen abgekĂŒhlt ist, sind die inneren Schichten immer noch flĂŒssig oder halbflĂŒssig. Radioaktives Thorium, Uran und andere Elemente, die immer noch im Kern vorhanden sind, erzeugen weiterhin große Mengen an WĂ€rme, was dazu beitrĂ€gt, das Zentrum des Planeten heiß zu halten. Jupiters Kerntemperatur wird auf etwa 20.000 Grad Celsius geschĂ€tzt. Jupiter scheint sich immer noch als Teil seines Bildungsprozesses zusammenzuziehen. Wenn es kontrahiert, gibt die Gravitationsenergie des Materials, das in Richtung des Zentrums fĂ€llt, WĂ€rme ab, was zu der hohen Temperatur des Kerns beitrĂ€gt.

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