Regnet es auf Pluto?

Pluto liegt 5,9 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt.

Leistungsstarke Teleskope und Raumfahrzeuge bieten einen Einblick in das Wetter auf dem Mars und anderen Pflanzen in der NĂ€he der Erde. Aber die Bedingungen auf fernen Planeten in unserem Sonnensystem bleiben ein Geheimnis.

Obwohl die meisten Wissenschaftler glauben, dass es auf Pluto nicht regnet, erlebt dieser ferne Zwergplanet seine eigenen einzigartigen Wettermuster, einschließlich Schneefall und saisonale TemperaturĂ€nderungen. Fortschritte in der Technologie, einschließlich der NASA-Raumsonde New Horizons, sollten spannende Einblicke in das Wetter am Rande unseres Sonnensystems bieten.

Der Wasserkreislauf

Um zu verstehen, warum es nicht auf Pluto regnet, ist es hilfreich zu verstehen, wie es hier auf der Erde regnet. Wasser auf dem Boden und in Ozeanen, Seen und BÀchen verdampft zu einem Gas und kondensiert zu Wolken, wenn es die AtmosphÀre erreicht. Dann fÀllt es als Regen auf die Erde und wiederholt den Kreislauf.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung haben Wissenschaftler keine Beweise fĂŒr flĂŒssiges Wasser auf Pluto entdeckt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Pluto einen unterirdischen Ozean aus Wasser haben könnte, der unter dicken Eisschichten verborgen ist. Diese Theorie erfordert weitere Forschung und Daten. Angesichts der extrem kalten OberflĂ€chentemperaturen auf Pluto deutet selbst das Vorhandensein von Grundwasser nicht auf erdĂ€hnliche NiederschlĂ€ge hin.

Wetter auf Pluto

Laut dem National Weather Service liegen die OberflĂ€chentemperaturen bei Pluto zwischen -172 und -238 Grad Celsius (-378 bis -396 Grad Fahrenheit). Dank einer sehr dĂŒnnen AtmosphĂ€re aus Stickstoff und Methan vermuten die NASA-Wissenschaftler, dass Plutos gesamte AtmosphĂ€re gefrieren und an der OberflĂ€che als Schnee fallen könnte, wĂ€hrend der Planet rotiert. Mental Floss zitiert Hubble-Teleskopbilder, in denen regelmĂ€ĂŸiger Schneefall von Stickstoff, Methan und Kohlenmonoxid Pluto seine rosa Farbe gibt. Diese Gase könnten von Geysiren in die Luft schießen oder einfach in der Luft gefrieren, weil die OberflĂ€che des Planeten extrem kalt ist.

Daten sammeln

Pluto ist sehr schwer zu erkunden, weil es so weit weg liegt. Die geringe GrĂ¶ĂŸe des Zwergplaneten macht die Beobachtung und Datensammlung noch schwieriger. Das Hubble-Teleskop und andere leistungsstarke GerĂ€te werfen nur selten einen Blick auf Pluto. Im Jahr 2006 brachte die NASA die Raumsonde New Horizons auf den Markt, die im Jahr 2015 Pluto erreichen soll. Sie wurde entwickelt, um eine Vielzahl neuer Daten und weitere Analysen dieses sehr kalten und fernen Ortes zu liefern.

Regen im Weltraum

Obwohl es auf Pluto nicht regnet, erleben verschiedene Monde und Planeten im gesamten Sonnensystem ihre eigenen Niederschlagsformen. Der Saturnmond Titan erfĂ€hrt einen Methanregenzyklus, der dem Wasserkreislauf auf der Erde Ă€hnlich ist. FlĂŒssiges Helium regnet auf Jupiter; SchwefelsĂ€ure fĂ€llt auf die Venus. Der Jupitermond Io hat Schwefeldioxidschnee und Trockeneisschnee fĂ€llt auf den Mars. Kristallisierter Kohlenstoff fĂ€llt wie kleine Diamanten aus Schnee auf Uranus und Neptun. Neptuns Mond Triton erlebt Schnee, Ă€hnlich dem von Pluto, dank Stickstoff- und Methanschnee, der dem Planeten einen rosigen Schimmer verleiht.

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